Jeff Beer            

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Drei Haikus


Partiturauszug - 2. Satz, Seite 2

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Das Werk "Drei Haikus" entstand 1980, ein Jahr vor Jeff Beers zweitem Staatsexamen im Fach Komposition. Es wurde noch im gleichen Jahr von Renate Schmitt, Flöten; Silvia Richter, Violine/Viola und Jeff Beer, Vibrafon/Marimbafon an der Musikhochschule Würzburg uraufgeführt.
Für die dreisätzige Komposition - deren Kolorit von der späten Kammermusik Claude Debussys und Piérre Boulez richtungsweisendem Werk "Le Marteau sans Maitre", aber auch von eigenständigen Farb-, vor allem Licht- und Schattenvorstellungen inspiriert ist - wählte der Komponist Instrumente, die sowohl einer geschmeidigen Melodik verpflichtet, als auch im mehrstimmigen Satz zu hoher Homogenität fähig sind und somit der Hauptintention des Werks, eine zu immer eigenständigerer Melodik voranschreitende Entwicklung, und eine frei sich entfaltende, abwechslungsreiche Farbigkeit, in besonderem Maße Rechnung tragen.
Mit Beginn des zweiten Satzes wechseln die Spieler nach und nach die Instrumente. Die C-Flöte des ersten Satzes wird durch die Altflöte ersetzt; die Violine wechselt zur Bratsche, später wechselt auch das Vibraphon (Metallstabspiel) zur Marimba (tiefes Holzstabspiel)), und lässt somit den Charakter der Klanglichkeit um ein ganzes Register in die Altlage abrutschen. Gegen Ende (dritter Satz; misterioso) werden die höheren Lagen teilweise wieder aufgegriffen, kennzeichnend aber bleibt der Gestus einer mosaikartig sich in den Raum bauenden Melodie, die in unvorhersehbaren Einsätzen durch die Instrumente wandert: Aus dem anfänglichen Trio ist inzwischen ein einziges, mehrfarbiges Instrument geworden.

 

Kontakt: Jeff Beer
E-Mail: info@jeffbeer.de

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